Elsa Barberis – vergessene Modeikone

Elsa Barberis: Sie prägte die Welt der Haute Couture mit Kühnheit, Farbe und Eleganz. Die extravagante Modeschöpferin aus Lugano bereicherte die Modewelt mit ihren Ideen und verbürgte sich für Innovation und exquisite Handwerkskunst. Ihr Leben und Schaffen sind ein lebendiges Testament ihrer unerschütterlichen Leidenschaft für Mode und Kunst. Was wäre wohl, wie hätte sich die Geschichte entwickelt, hätte Sie in der Modestadt Milano oder Paris gelebt, wäre in diesen Weltmetropolen gar aufgewachsen?

Geboren und aufgewachsen in der malerischen Stadt Lugano, fand Elsa früh ihre Berufung in der Welt der Stoffe, Farben und Muster. Ihre Designs zeigen ihre fortschrittliche Ausrichtung, die sich in jedem ihrer Kleidungsstücke widerspiegelt. Besonders liebte sie den Wickelrock. Elsa war ihrer Zeit immer einen Schritt voraus, spielte mutig mit Farben und brachte damit Lebendigkeit und Frische in die damals monochrome Modewelt. Auch waren ihre Stücke von morgens bis abends bequemer, quadratischer, praktischer, leichter zu tragen, als jene der Damen vor ihrer Zeit. Indes sie jene früheren an ihrer Mutter stattdessen aber auch als schicker empfand als ihre eigenen Kreationen.

Ihr Bruder Franco war Ihrem Erfolg eine entscheidende Hilfe, eine kreative Kraft im Hintergrund. Noch intensiver hauchte er den atemberaubenden Entwürfen seiner Schwester mittels feinen Zeichnungen angenehm-keckes, erfrischend-elegantes mitunter adrett-sportliches Leben ein. Überdies arbeitete er eng mit den Models zusammen, um sicherzustellen, dass jede von Elsas Visionen perfekt umgesetzt wird. Die Zusammenarbeit der Geschwister Barberis äußerte sich als faszinierendes Zusammenspiel von künstlerischer Synergie und gegenseitiger Inspiration, auch wenn sie sich oft stritten. 

Elsas Modeschauen waren mehr als nur Präsentationen ihrer neuesten Kollektionen, verwirklichten sie sich doch als mondäne gesellschaftliche Anlässe in den damaligen Spitzenhotels. Die Damen bewunderten diese Kreativität und visionäre Mode innerhalb glamouröser Kulisse. Ihre Events zogen ein ausgesuchtes Publikum an – wohlhabend und stilbewusst, kurz und bündig, die reichsten und bekanntesten Damen der Welt. 

Trotz ihres internationalen Ruhms und Erfolgs bleibt Elsa Barberis ihrer Heimat Lugano treu verbunden. Heute würdigt Lugano diese Verbundenheit. Die Modeschule in Lugano zeugt davon als leuchtender Nachweis dadurch, wie Elsa Barberis‘ Vermächtnis weiterlebt und junge Talente inspiriert und fördert.

Der Film «Elsa Barberis» von Claudia Quadri ist eine Hommage an diese außergewöhnliche Frau. Sie gestaltete ihren lebendigen kurzweiligen Dokumentarfilm mit vielen Archivaufnahmen. Das Leben und Werk von Elsa Barberis wird gewürdigt. Auch ist er eine Hommage an den Feminismus, und zeigt, dass man auch schon Ende/Mitte des 19. Jahrhunderts ohne besonders hübsch zu sein, («Frau Barberis sieht aus wie ein hässliches Pferd,» meinte eine Nachbarin,) beachtliche internationale Erfolge feiern konnte. 

Elsa Barberis ist mehr als nur eine Modeschöpferin. Sie ist eine Visionärin, eine Künstlerin und eine Ikone, deren Einfluss die Grenzen von Stoff und Faden überschreitet. Nur leider ist sie in Vergessenheit geraten und hätte ein großartiges Modelabel verdient. Bei einem Besuch in Milano lohnt sich ein Abstecher nach Lugano. Dort können Sie sich gern auf Spurensuche begeben.

Aus dem Jahr 1985 finden Sie hier ein Interview mit Elsa Barberis. Es ist auf Italienisch, allerdings möglich, mit dem Google Übersetzer optimal dolmetschen zu lassen. Auch hierdurch dürften Sie sich wunderbar auf die Kollektion von Elsa Barberis einstimmen können; nach 11:27 Minuten Laufzeit zeigt die Moderatorin der Runde einige eindrückliche Entwürfe von ihr.
Ihnen viel Spaß beim weiteren Schmökern im Internet oder in Bibliotheken zu Elsa Barberis‘ Schöpfungen – und vor allem beim Schauen des im Januar 2024 erschienenen Films «Elsa Barberis»!

Rheinfelden- Alternative zu Mailand

Modegeschäft MHW Rheinfelden

Positiv überrascht auf meinen Ausflügen im Aargau hat mich diesmal die Einkaufsmeile von Rheinfelden. Statt den grossen Modehändlern wie H&M, Zara oder Esprit besteht hier eine Fülle von netten inhabergeführten Boutiquen. Dieser Aspekt liess Rheinfelden zu einer attraktiven Reisedestination für Modebegeisterte aufleben. Anstatt Massenware zu kaufen, die unter prekären Bedingungen hergestellt wurde, besteht in Rheinfelden die Möglichkeit, individuelle Stücke zu finden und sich beispielhaft beraten zu lassen.


Darüber hinaus wird in Rheinfelden das Bewusstsein für die Modeindustrie und nachhaltige Alternativen geschärft. Karin Salzberger bietet beispielsweise Nähkurse an, in denen man das Handwerk des Nähens erlernen kann. Dies fördert nicht nur kreatives Schaffen, sondern ermöglicht es auch, die Arbeit und Mühe hinter der Mode zu schätzen.

Selbstverständlich gibt es auch Geschäfte für Kindermode;

Geschäft für Kindermode
Kinderkram

Rheinfelden ist ein wunderschöner Ort direkt am Rhein. Am andern Flussufer liegt bereits das badische Rheinfelden. Etwas mehr Glamour würde hier sicherlich guttun. Dazu bräuchte es Anlässe und insbesondere die Menschen dahinter.

Die Altstadtfreunde sind mit folgenden Veranstaltungen präsent;

  • Frühlingserwachen
  • Usestuehlete
  • Herbstmarkt
  • Adventszauber.

Vielleicht gelingt es in Zukunft, die Modegeschäfte stärker hervorzuheben. So könnte sich Rheinfelden vorteilhafter in der Modewelt positionieren. Wie wäre es mit spritzigen Modenschauen, oder mit gezieltem Angehen von Influencern aus der Modewelt?

Rheinfelden besitzt eine charmante Altstadt. Ihren Besuchern beschert sie zusagende Einkaufserlebnisse, insbesondere denen, welche es eher ruhig angehen möchten und Nischen suchen. Schliesslich finden sich auch ein angenehmes gastronomisches Angebot sowie romantische Unterkünfte.

Bademode aus PET Flaschen

Bademode aus PET

Peter Hornung aus Zürich hat immer seine Badehose dabei. Ein morgendlicher Sprung in die Limmat erfrischt. Bei der Gelegenheit sammelt er gleich noch PET-Flaschen ein. Denn aus upgecyceltem PET produziert er Bademode. 

Das PET wird unzureichend recycelt. Oft werden die Flaschen einfach verbrannt. Oder sie gehen auf Reisen und landen in armen Ländern, um dort angeblich recycelt zu werden. Doch landen diese in Wirklichkeit auf Müllhalden, welche schliesslich auch nur verbrannt werden. Erneute Nutzung findet PET viel zu wenig. 

Doch kann damit auch Bademode produziert werden, wie es das Label Round Rivers beweist. In der Modeindustrie besteht überhaupt ein gewaltiges Potenzial, Kleider wiederzuverwerten. Secondhand macht hier eine Lösung aus. Doch vorteilhafter wirken sich jene anderen Recyclingformen aus, welche innovative Jobs schaffen. 

Wir werden zukünftiger bewusster mit Mode umgehen müssen. Es gibt bereits Reiseangebote, die neben Ferienstimmung und hübschem Tapetenwechsel das Befreien von Plastikmüll auf Ständen anbieten. Freiwillige sind hier also angesprochen.

Hinsichtlich PET bräuchte es aber noch zusätzlichen Ideenreichtum, das heißt nicht nur in der Modebranche. Insofern beispielsweise, wie dieser Kunststoff noch anders verarbeitet werden könnte. Die Round Rivers-Mode zeigt hier lediglich eine Möglichkeit von vielen auf.

Shoppingreise zur Outletcity Metzingen 

einst war ein Anzug Statussymbol als Boss

Einst war ich mit einem Arbeitskollegen in Metzingen. Er deckte sich dort mit stilvollen Boss-Anzüge ein. Damals war der klassisch elegante Look sehr angesagt. Heutzutage hat sich der Trend stärker in Richtung alltagstauglicher Mode verlagert. Aus dem Fabrikverkauf von damals ist eine weitläufige Outletcity entstanden.

Metzingen gilt als Mekka für Modebegeisterte und beherbergt das größte Outlet-Center Europas. 1972 eröffnete hier Hugo Boss seinen allerersten Fabrikverkauf. Mittlerweile umfasst das Outlet über 500 internationale Marken, die jährlich 4,2 Millionen Besucher anziehen. Neben vielfältigen Shoppingmöglichkeiten laden Cafés und Restaurants dazu ein, den Einkaufsbummel entspannt ausklingen zu lassen

Metzingen trägt den Titel «Stadt der Sieben Keltern», doch deswegen ziehen nur wenige Besucher an. Die Stadt bietet jedoch eine hervorragende Gelegenheit für Shopping und wirkt vorzüglich auf Modeliebhaber und Trendsetter.
Hier entsteht Mode, und ein Besuch lässt sich ideal mit einem Ausflug zur Schwäbischen Alb verbinden. – wie beispielsweise bei einer Fahrradtour.

Metzingen oder Mailand?

Von Zürich aus erreicht man mit der Bahn in etwa genauso schnell Metzingen wie Mailand. Aber welche Wahl ist die bessere? Während Mailand mit italienischem Flair und Luxusmarken lockt, bietet Metzingen eine Vielzahl an Outlets.

Mitten in Metzingen; ein typisch italienisches Dorf zeichnet sich durch ein charmantes Café aus, das feinen Champagner anbietet:

Viele Besucher treffen in Metzingen ein, um zu sparen. Die einstigen Fabrikläden haben sich längst zu edlen Marken-Boutiquen entwickelt. Metzingen erinnert an eine exklusive ‚Privatstadt‘, vergleichbar mit der visionären ‚Neuen Welt‘ aus Aldous Huxleys Romanen – modern, geschmackvoll und durchgestylt. Alle Entscheidungen werden hier nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen.

Maßgeschneidertes Reiseangebot

Gerne erstellen wir für Sie ein Reiseangebot für einen unvergesslichen Trip nach Metzingen. Ob Tagesausflug oder verlängertes Wochenende, gemeinsam entwickeln wir ein Programm, das Shopping auf fesselnde Weise mit kulturellen Erfahrungen vereint. Metzingen und die Schwäbische Alb, während eines ein- oder zweitägigen Abstechers zu besuchen, lohnt sich.

Wir empfehlen hierzu die öffentlichen Verkehrsmittel, wenngleich die Autos im Outlet besonders geschätzt werden. Viele Parkplätze und Parkhäuser sind verfügbar, doch keine Haltestelle oder Beschilderung für den 15-minütigen Fussweg vom Bahnhof stehen bereit.

Wer nach Mailand möchte, wird bei uns fündig:

Informationen zum Outlet

Outletcity
Hugo-Boss-Platz 4
D-72555 Metzingen

+49 7123 17 89 978
service@outletcity.com
outletcity.com

👜👝🛍👠👠👡👡👢👢

Die Links innerhalb des Textflusses führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte.

Bäume pflanzen als Marketingmasche?

Wald im Nebel, Nikin pflanzt Bäume

Die beiden Gründer und Modehändler von Nikin im schweizerischen Lenzburg möchten ihre Arbeit nachhaltig angehen. Ihr Marketing bauen sie nach dem Leitsatz, pro verkaufter Artikel wird ein Baum gepflanzt, auf. Sie sprechen damit ein klimabewusstes Publikum an, lassen in Europa produzieren und achten besonders auf Nachhaltigkeit.

Die Meinung eines Landschaftsgärtners:
Halte nichts von der ganzen Baum-Bepflanzungen. Meist passiert das billig in Entwicklungsländern. Wichtig wären konkrete Programme zur Artenförderung und Diversität, ganz im Sinne von Hans Carl von Carlowitz: Nur soviel darf dem Wald entnommen werden, wie nachwächst.

Teuer kann die Umsetzung dieses Satzes von Herrn Carlowitz ja nicht sein? Auf der Ferienmesse Bern vernahm ich; sogar mit einer Tafel Schokolade könne ein Baum finanziert werden. Die Stadt Regensburg fordert für eine Baumpatenschaft Euro 250.– und ein Unterhalt über den Lebenszyklus kostet sicher Euro 10’000,-.


Wird genau da Sand in die Augen gestreut? Aufforstung die Lösung aller Probleme?

Diesbezüglich zeigt ein Augenschein auf die europäische Modeproduktion Flickenteppiche und Löchrigkeit auf. Heute wird in Bulgarien billiger produziert als in China, und in Sachen Arbeitsrecht passiert immer noch wenig. Das Thema Mitbestimmung, ein Fremdwort, schlechte Arbeitsbedingungen sind Alltag.

Ich nahm an einer Veranstaltung von Nikin teil und adressierte folgende Fragen.

  • Etliche Stellen werden von Nikin als Praktika ausgeschrieben. Warum? Zahlt Nikin Praktikanten faire Löhne?
  • Was bringen Baumpflanzungen, wenn Wälder für mehr Ackerland und Brennholz gerodet werden? Schon wenn ich bedenke, dass das Nachwachsen von Bäumen mehrere oder je nach Art gar viele Jahrzehnte benötigen.
  • Welche Projekte stecken hinter Nikin?
  • Besser Bäume unter einfachen Bedingungen anpflanzen oder Wüsten begrünen, um wirklich etwas für Biodiversität zu tun?
  • Warum sind Streuobstwiesen ausgeklammert? Sind die verschwunden, weil sich niemand um die Bäume kümmerte?

Die Veranstaltung wurde moderiert geführt, ein Unternehmensberater steuerte allerhand Wissen bei. Aus dem Publikum kamen zwei Fragen; meine, zu Hintergründen des Outsourcing hinsichtlich Logistik, als Erwiderung kam unter anderem, es sei für die Unternehmer eine schmerzhafte Entscheidung gewesen. Die andere Frage, woher der Name Nikin rührt.

Logistik, Produktion und die Baumpflanzungen sind an externe Unternehmen ausgelagert, was Nikin bleibt sind Produktdesign, Einkauf und Marketing. Nikin brachte den entscheidenden Erfolg dank seiner geschickten Vermarktung über soziale Medien und dem sympathischen Auftritt dessen Gründer. Er erzielt diesen vor allem auf dem Schweizer Markt.

Nikin führte ein Crowdinvesting durch; d.h. Leute können Aktien zeichnen, Aktienkapital CHF 100’000.- als Nennwert, Aktien CHF 1.- für CHF 375.- im Verkauf. Insofern sind die beiden Gründer theoretisch Multimillionäre, die sich erst noch bewähren müssen.
Die Genossenschaft als Geschäftmodell, ein Auslaufmodell, Mitarbeiterbeteiligung ebenfalls ein Anachronismus.

Es wurden Zertifizierungen, globale Lieferketten, Öko-Baumwolle, synthetische Fasern, Recycling und viele andere Bereiche angesprochen. Schliesslich ein weiteres Fazit; bei uns macht Kleidung ein Wegwerfartikel aus, wir haben zu viel davon.

Bestehen nicht schon zahllose andere Herausforderungen vorher, als zu shoppen? Sicherlich!

Fazit

Dennoch finde ich es gut, dass sich Nikin mit Engagement des Themas annimmt. Die Mitarbeitenden dieser Marke tragen zur Wertigkeit von Mode bei. Mode darf kein Wegwerfartikel mehr bleiben, sollte zeitlos gestaltet werden.

4% des Umsatzes werden an «One Tree Planted» mit Sitz in Vermont gespendet. One Tree Planted organisiert für jeden Spendendollar die Pflanzung eines Baumes.
Zur Webseite

Was kann das nur mit Modereisen zu tun haben?
Wir möchten zum Nachdenken anregen, zu Spaziergängen in Wäldern einladen, aber auch auf die Veranstaltungen von Nikin hinweisen, die auf dessen Webseite und in den sozialen Medien ausgeschrieben sind.

Nikin
Sägestrasse 46
CH-5600 Lenzburg

+41 62 561 10 01
team@nikin.ch
nikin.ch

Modeschau in Afrika – wann kommt afrikanische Mode zu uns?

Chanel veranstaltet Modeschauen in Afrika

Der Senegal war einst französische Kolonie, und jetzt findet sich dort Chanel ein, um Mode zu präsentieren. In der Beilage «Bellevue» von der NZZ wurde die Modeschau ausführlich beschrieben. 

Beitrag in der Bellevue der NZZ über Modeschau von Chanel in Dakar

Chanel ist eine international bekannte finanzstarke Marke und richtet sich an kaufkräftiges Publikum. In Afrika eine Modeschau, «tolle Idee.» Doch was tut Chanel, um die Wirtschaft dort unterstützend auszubauen. 

Wie steht es mit ihrem Umgang mit der dortigen Oberschicht, dies besonders hinsichtlich der Einleitung von Reformen? Was nützt es Afrika, wenn teure Kleidung in Europa gekauft, sich eine eigene Modeindustrie jedoch kaum entwickeln kann? Und falls ausnahmsweise doch, dann lediglich, sofern in Afrika billiger produziert wird als beispielsweise in Europa. 

Viel Geld fließt in der Modeindustrie in Werbung. Das erachte ich als äußerst absurd. Zumal eine Schneiderin an einem Kleid von Chanel praktisch nichts verdient. Der Verkauf kostet hingegen. Modereisen nach Afrika? Weshalb nicht? Afrikanische Modedesigner in Europa? Ja, bitte. Wie steht Chanel zu diesen Fragen? Wir haben Chanel hierzu kontaktiert. Eine E-Mail zu einer Pressestelle haben wir nicht finden können.


Knöpfe mal links und mal rechts!

Knopf an der Bluse links

Eine Kleinigkeit die selten auffällt: Knopfleisten sind bei Hemden recht und bei Blusen links. Ein Artikel erklärt dies mit geschichtlichen Hintergründen, die damit sicherlich richtig liegen:

https://www.stylebook.de/fashion/looks/damenblusen-anders-geknoepft-als-herrenhemden

Im Artikel wird auch erwähnt, dass sich immer mehr Designer davon lösen. Demzufolge kann eine Knopfleiste an Hemden oder Blusen sowohl links als auch rechts sein. Ob nun in geraumer Zeit auch für Linkshändler spezielle Kleidung angefertigt wird, sei dahin gestellt.

Hinsichtlich Knöpfe kommt mir die Region um Bärnau (Bayern) in den Sinn. Ein Freund übernahm dort in einer Knopffabrik die kaufmännische Leitung. Mittlerweile werden dort kaum noch Knöpfe hergestellt, es existiert hingegen ein Knopfmuseum, das ich unbedingt einmal besuche.

Webeite Deutsches Knopfmuseum

Textilland Ostschweiz als Reiseziel

Die Ostschweiz ist ein eigentliches Eldorado für Textil. Lange zählte die Textilbranche zu den weltweit wichtigsten Sektoren. Die Region hatte wertvolle Stickereien in die gesamte Welt exportiert. Heutzutage prägen maschinelle, textile Produktionsmethoden die Modeindustrie. Die Maschinen dafür hat beispielsweise Sauter entwickelt. Diese sind heute insbesondere in Asien im Einsatz, und das ganze Knowhow über deren Einsatz wurde aufgekauft. 

In St. Gallen gibt es «rund ums Garn» ein interessantes Textilmuseum:

In Arbon am Bodensee werden die Stickerei-Maschinen zudem demonstriert. Beide Museen konnte ich besuchen und bin davon begeistert. Die Region Ostschweiz bietet damit reichlich Wissenswertes für Modefreunde. Dazu wurde eine lesenswerte Broschüre verfasst.

Als wunderbare Region erfreut die Bodensee Region. Wenn die Region auch abseits der Modemetropolen liegt, werden dort Modeliebhaber voll auf ihre Kosten kommen und vieles entdecken.

Aus Stroh wird Gold

Ein Strohhut ist schön in den Ferien

Es klingt wie im Märchen, vor rund 200 Jahren wurden einfache Bäuerinnen und Bauern im aargauischen Freiamt mit Stroh vermögend. Ein Strohmuseum in Wohlen zeigt ihre Geschichte auf. 

Die Landwirtschaft erzeugt reichlich Produkte, die erweiterte Nutzung finden können. Und Stroh dient beileibe nicht nur als Ersatzmatratze zum Schlafen. Auch hübsche, modische Hüte lassen sich aus Stroh fertigen. Auf einer Zeitreise erleben die Besucher die Geschichte der Strohhüte vom bäuerlichen Kunsthandwerk bis hin zur Massenproduktion.

Ein Hut gibt mehr her als eine Kopfbedeckung, er schützt nicht nur vor brennend heißen Sonnenstrahlen, sondern kann durchaus eine kecke, modisch aufwertende Note verleihen. Den Aargauern gelang es mit viel Liebe einen blühenden Wirtschaftszweig zu schaffen. Waren sie doch mit der ganzen Welt verflochten. 

Irgendwann setzte die Massenfertigung ein sowie die Hutfertigung auf der ganzen Welt. Damit verlor diese Kunstfertigkeit an Wert. 

Überlebt hat offensichtlich nur der Panamahut. Doch Strohhüte werden heute immer noch hergestellt; in der Risa in Hägglingen, ganz in der Nähe von Wohlen. Es lohnt sich das Strohmuseum in Wohlen zu besuchen und Stroh neu zu entdecken.

Strohmuseum im Park
Bünzstrasse 5
CH-5610 Wohlen AG

+41 56 622 60 26
info@strohmuseum.ch
strohmuseum.ch

Öffnungszeiten:
Mittwoch-Freitag: 14:00-17:00h
Samstag/Sonntag: 12:00-17:00h

Wer sich für Landwirtschaft interessiert, wird in Burgrain bei Willisau fündig. 

Schöne Welt des Modehandels

Die Textilindustrie erlebte immer wieder Phasen, welche gesamtgesellschaftlich gesehen, eine Besserung herbeiführten. Zwar waren ihre Arbeitsplätze wiederholt in Gefahr. Doch schliesslich verbesserte sich die Situation der Arbeiter europäischer Textilhäuser. 

Gewiss doch wurde die Produktion mit der Globalisierung nach Asien ausgelagert. Zu ihren schrecklichen Zuständen und mickrigen Löhnen wird fortlaufend berichtet. Schliesslich bestehen Chancen die Arbeitsverhältnisse durch Engagement und Solidarität zu verbessern. Produktionen wie «Trigema», welche Filialen in Deutschland betreiben, sind wünschenswert, Qualität und faire Preise hiermit garantiert. 

Jetzt leben wir in der praktischen Zeit des Onlinehandels. Jedes grosse Geschäft wird von Onlineriesen bestimmt, welche ihr Geschäftsmodell oftmals auf prekäre Arbeitsverhältnisse sowie Monopole auf Kosten anderer aufbauen. Via «Tiktok» wird beispielsweise Mode propagiert, meist billig und kurzlebig; dessen Versand durch Zusteller mit Minimallöhnen bequem nach Hause. Inklusive kostenloser Retouren, die häufig vernichtet werden. 

Die schönen Geschäfte mit achtsamen Ausstaffierungen, deren zuvorkommender Beratung, eine bewusstere Liebe zur Mode wird zerstört; und wir finden das manchmal – uns gedankenlos anpassend – auch gut so.

Zunehmend und nahezu unmerklich zentralisieren wenige Konzerne so geartete Macht, und die Modeketten wandern dabei vermehrt ins Internet ab, Alternativen fehlen hier offensichtlich.

Innenstädte veröden. Unserem Einkaufserlebnis frönten wir damals vor heutiger Hochgeschwindigkeit der Digitalisierung. Beinahe in ewiger Versenkung jene Zeit, worin wir noch nicht unentwegt online erreicht wurden, bis wir schliesslich selbiges beharrlich aufsuchen, um auf die günstigsten Preise zu schielen und bestenfalls nichts für den Versand zu zahlen. Internet schafft Monopole, alle sind dort, wo alle sind.

Welch «schöne Welt» erwartet uns, wenn ursprünglicher Wettbewerb und Leidenschaft allmählich ausbleiben? Nur noch Onlinewerbung, Big Data, Kaufabschlüsse im Internet und kein persönlicher Service mehr? Was wird das noch mit uns machen? Werden wir vorbereitet sinnbildlich wie Kaninchen im Stall zu hausen und uns mit Konsum füttern zu lassen?

«Schöne neue Modewelt.» Mittlerweile macht eine derartige schon 30% vom Gesamtmarkt aus. 
Von «Public Eye» führen wir hier eine lesenswerte Broschüre zur Zukunft des Onlinehandels der Mode auf.
Einfach anklicken und laden;

Public Eye verfasste einen lesenswerten Artikel zur «schönen», neuen Modewelt.

Ferner zu Geschäftsmethoden von Shein ein Beitrag;

Modeshopping kann Freude bereiten, gute Jobs sichern und Designer unterstützen – wieder, um mehr das Schöne im Leben zu sehen – .
Abgesehen davon rundet eine wohltuende Städtereise jede Shoppingtour ab.